Energieinfra­struktur bietet große Potentiale für erneuerbare Energiequellen in Asien

Energieinfrastruktur bietet große Potentiale für erneuerbare Energiequellen in Asien China gehört weltwirtschaftlich zu den führenden Ländern und man will auf nahezu allen Märkten mitmischen. Chinas jüngste Ambitionen konzentrieren sich auf den Cleantech-Sektor. Ging es anfangs darum, den Markt für sich zu erobern, hat man inzwischen erkannt, dass diese Technologien nicht nur für den Export geeignet sind, sondern auch das eigene Land mit sauberer Energie versorgen. Zahlreiche weitere Länder in Asien haben diese Technologien ebenfalls dringend nötig – gehören sie doch zu den größten Umweltverschmutzern und zeichnen teilweise maßgeblich für die Klimaerwärmung mitverantwortlich.

Der Grad zwischen Innovation und Gewinn

Fast jeder hat im Fernsehen schon einmal einen Bericht über die verschmutzte Luft in China gesehen. In zahlreichen Großstädten Chinas und auch in vielen anderen asiatischen Ländern können die Menschen nur mit Atemschutzmasken vor die Tür gehen, denn über die Städte legt sich ein dichter Nebel aus Smog. Viele Länder in Asien müssen mittlerweile einen hohen Preis dafür bezahlen, dass sie günstig und viel produzieren, denn sie haben dies ohne Rücksicht auf die Umwelt und das Klima getan. Mittlerweile übersteigen die durch die Verschmutzung der Umwelt bedingten Kosten deutlich die Einnahmen aus der boomenden Wirtschaft. Gesundheitliche Probleme stehen an der Tagesordnung, doch nun will speziell China den Kurs ändern. Dem Land steht jedoch ein harter Weg bevor, denn Korruption steht in Asien immer noch an der Tagesordnung und der Schutz der Umwelt muss für hohe Gewinne hinten anstehen.

China will sauber werden

Erneuerbare Energien stellen in China einen verschwindend geringen Anteil bei der Energiegewinnung dar. Kohle ist die wichtigste Ressource, mit der Energie gewonnen wird – und dies wird wohl auch bis zum Jahre 2030 so bleiben. Chinas Luft soll aber sauberer werden und man will sich von Kohle als Energieträger lösen – setzt im gleichen Zug aber noch auf das für europäische Verhältnisse falsche Pferd. Denn China will zuerst den Anteil an Kernenergie ausbauen, damit die Stromversorgung gewährleistet ist und geht nach Katastrophen wie Fukushima ein großes Risiko ein. Parallel will China jedoch auch den Anteil an sauberen Energieformen ausbauen, weshalb alleine im Jahre 2010 etwa 54 Milliarden Dollar in diesen Bereich investiert worden sind. Obwohl bereits große Anlagen in Bau sind, bzw. weitere Anlagen geplant werden, wird es vermutlich noch lange dauern, bis auch China endlich bei der Energiewende angelangt ist.

Der lange Weg in eine saubere Zukunft

Der Markt für Cleantech hat einiges zu bieten, weshalb man sich mittlerweile regelmäßig bei Messen oder Kongressen wie dem Cleantech Kongress in Frankfurt am Main (mehr Informationen hier) über neue Entwicklungen austauscht. Nicht nur Unternehmen der Branchen nehmen daran Teil, gerade die Messen locken auch interessierte Besucher an, die mehr über erneuerbare Energien erfahren möchten.

Foto: Thinkstock, iStock, violetkaipaSimilar Posts:

Tags: , ,